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PREDIGT VOM 25. APRIL

Predigt vom 25. April

i Sonntag, 25. April 2010, 10:00 Uhr, Alter: 2 Jahr/e
Kategorie: Predigten
Von: Dr. Hans-Gerd Krabbe

Jubilate 
Gottesdienst im Gedenken an Philipp Melanchthon (+19.04.1560)

Christuskirche Achern, 25. April 2010
1. Johannes 5,1–4

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes
und die Kraft Heiligen Geistes sei mit uns allen! Amen.

Philipp Melanchthon, am 16. Februar 1497 in Bretten in der Kurpfalz geboren, als Philipp Schwarzerdt. Die Lateinschule in Pforzheim besuchte er, begleitet und gefördert vom Humanisten Johannes Reuchlin. Der übertrug den Namen Schwarzerdt 1509 ins Griechische: seitdem also hieß Philippus mit Nachnamen Melanchthon. In Heidelberg und in Tübingen studierte er und schloss sein Studium dort mit dem »Magister artium« ab. Auf Empfehlung Reuchlins wurde er zum Professor für Altgriechisch an die Universität in Wittenberg an der Elbe berufen: Philippus war 21 Jahre alt! Dort in Wittenberg geriet Philipp Melanchthon in den Sog des fünfzehn Jahre älteren Martin Luther, mit dem er zukünftig sehr eng zusammenarbeiten sollte!
War nun Philipp Melanchthon ›der Schattenmann‹ / also der, der stets im Schatten des viel größeren Martin Luther stand? Wohl kaum (!), auch wenn Lutheraner ihn gerne in den Schatten Luthers stellten!

Philipp, eine kleine, magere, hagere, unansehnliche Gestalt – mit einer dünnen Stimme ausgestattet und mit einem Sprachfehler (er lispelte). Eher ein bedächtiger Mann, ein Gelehrter eben – nicht einer von deftiger Sprache, nicht ein Polterer, wie Luther es sein konnte.

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